KINDERUROLOGIE

 

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Durch unsere langjährige klinische Erfahrung als operativ tätige Urologen gehört insbesondere die operative Versorgung von Fehlbildungen und Funktionsstörungen im Urogenitaltrakt zu unseren Spezialitäten.

 

Noch kein Patient bei uns – für einen reibungslosen Ablauf

Gerne können Sie sich alle notwendigen Unterlagen bereits vor Ihrem Besuch bequem von zu Hause herunterladen, ausdrucken und ausfüllen.

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TYPISCHE KINDERUROLOGISCHE KRANKHEITSBILDER:


Eine Verengung der Vorhaut kann angeboren sein oder durch entzündliche Umbauvorgänge der Haut in jedem Lebensalter auftreten. Manchmal können Verklebungen der Vorhaut im Kindesalter eine Phimose aber auch nur vortäuschen. Manchmal besteht lediglich ein zu kurz angelegtes Vorhautbändchen, was bei mechanischer Beanspruchung einreißen kann. Die folgenden OP-Methoden bieten wir Ihnen hierzu als ambulante Eingriffe an:


  • Vollständige Entfernung der Vorhaut (Zirkumzision)
  • plastische Zirkumzision: Belassung eines Vorhautrestes
  • Frenulumplastik: plastische Verlängerung des Vorhautbändchens
  • Präputiolyse: Lösen der Vorhautverklebungen

Die Eingriffe können wir unter Narkose in unseren Kooperationskliniken oder in örtlicher Betäubung in unserer Praxis durchfrühren.

Ist der Hoden bis zur Geburt nicht bis in den Hodensack heruntergewandert, spricht man vom Hodenhochstand. Je nach Ausprägung bestehen Leisten,- Gleit- oder Pendelhoden. Ist der Hoden bis zum Abschluss des ersten Lebensjahres nicht vollständig im Hodensack lokalisiert, drohen Langzeitschäden. Eine hormonelle Stimulation der Hodenreifung kann in den ersten Lebensmonaten versucht werden- oft bedarf es aber eines Eingriffes. Die operative Versorgung über einen Leistenschnitt stellt für uns einen Routineeingriff dar, der sicher und erwartungsgemäß ohne Komplikationen im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes (in der Regel nur eine Nacht) durchgeführt werden kann.


Begleitend dazu oder isoliert besteht manchmal eine offene Verbindung zwischen den Hodenhüllen und der Bauchhöhle (offener Prozessus vaginalis). Dabei kann es zu Wassereinlagerungen um den Hoden (Wasserbruch, Hydrozele) oder zu einem Vordringen von Darm in den Leistenkanal (kindlicher Leistenbruch) kommen. Eine operative Versorgung kann ebenso sicher erfolgen.


In manchen Fällen liegen mehrere genitale Fehlbildungen gleichzeitig vor. Eine operative Versorgung aller Fehlbildungen in nur einer Narkose ist in vielen Fällen sicher und ohne zu erwartende Komplikationen möglich.

Hierbei handelt es sich um eine seltene Fehlbildung, bei der die Harnröhre nicht an der üblichen Stelle am Penis mündet. Je nach Ausprägung erfolgt die operative Versorgung in einer Operation, manchmal sind jedoch auch mehrere Eingriffe erforderlich.

Fehlbildungen und Lageanomalien an Niere und Harnleiter sind häufig und von ganz unterschiedlicher Ausprägung. Zu den häufigsten zählen die Nierenbecken - Abgangsstenose, bei der unterhalb des Nierenbeckens eine meist kurzstreckige Harnleiter- Enge besteht, sowie der Rückfluss von Urin aus der Blase in Harnleiter und Niere (vesikorenaler Reflux). In vielen Fällen bedürfen diese Fehlbildungen heutzutage keiner operativen Versorgung mehr, nur in Ausnahmefällen bestehen Schmerzen oder droht eine Schädigung der Nieren. Hier kann eine operative Versorgung erfolgen- in vielen Fällen minimalinvasiv (Schlüssellochchirurgie)

Bis Kinder „trocken“ sind, bedarf es oft viel Geduld. Diese Geduld haben Erwachsene oft nicht, vor allem, wenn Kinder im Kindergarten- oder Schulalter immer noch „einnässen“ und so für Betreuungspersonen einen erhöhten Aufwand darstellen. In diesem Fall wird von Enuresis gesprochen, welches meistens nur nachts, manchmal auch zusätzlich am Tage stattfinden kann.


Streng genommen ist das Einnässen keine Krankheit, sondern nur eine individuelle Entwicklungsverzögerung, die auch ohne Behandlung irgendwann wieder aufgeholt ist- nur eben nicht so schnell, wie es Eltern und alle anderen Betreuungspersonen gerne wollen!


Im Rahmen einfacher und nicht belastender Grunduntersuchungen können schnell und sicher urologische Erkrankungen ausgeschlossen werden, die selten auch einmal eine Ursache für eine kindliche Inkontinenz sein können.


In aller Regel wird zunächst versucht, mittels Verhaltenstherapie (Blasentagebuch, Urotherapie) die Reifung der Steuerung der Blasenfunktion zu beschleunigen. Zudem können wir verschiedene Formen einer medikamentösen Behandlung anbieten, was wir aber nur befürworten, wenn auch das betroffene Kind unter seinem Einnässen leidet- und nicht nur seine Umwelt!

Von dem Einnässen abzugrenzen ist die sogenannte kindliche Inkontinenz, die durch Fehlbildungen oder neurologische Erkrankungen verursacht ist. Hier ist eine exakte bildgebend- funktionelle Diagnostik mir Spezialdiagnostik (z.B. Blasenspiegelung, Video- Urodynamik) erforderlich.